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  • Pastell-Ostereier

    Foto: Ed Wohlfahrt Quelle: Kärnten Werbung
  • Eierfärben mit Naturfarben

    Foto: Ed Wohlfahrt Quelle: Kärnten Werbung
Pastell-Ostereier
Eierfärben mit Naturfarben

Eierfärben mit Naturfarben

Pastell-Ostereier, durch und durch bio

Ohne gefärbte Eier gibt’s kein Ostern in Kärnten. Sie sind die frischen Tupfer am festlich geschmückten Ostertisch - und damit farblich stimmiger Begleiter des Frühlings, der mit seinen sanften Sonnenstrahlen schon die ersten Blumen aus der Erde lockt. 

Und was würde zu einer originalen Kärntner Osterjause besser passen als mit Naturprodukten gefärbte Bio-Ostereier? Mit Farben, die zum Beispiel gewonnen werden aus Roten Rohnen (Rote Beete), Spinat, Zwiebelschalen oder Kaffee. Zwar werden die Farbtöne zarter und sanfter als mit Fertigfarbpulver, dafür sind sie aber rundum bio und so gesehen Natur pur.

Ehrliche Farben, große Freude

Eierfärben mit Roten Rohnen oder Spinat Foto: Ed Wohlfahrt
Eierfärben mit Roten Rohnen Foto: Ed Wohlfahrt

Wie bei allem, was sich auf die Natur verlässt, gilt auch hier: Geduld haben.

„Lei los’n“ sagen die Kärntner dazu, wenn man ganz unaufgeregt auch einmal auf etwas warten kann.

Eier färben mit Naturprodukten dauert sicher länger und braucht mehr Erfahrung als mit vorgefertigtem Farbpulver. Aber das Ergebnis ist ehrlicher. Und die Freude, wenn’s gelingt, umso größer. 

Beim Bauernmarkt gibt es alles, was man fürs Eierfärben mit Naturfarben braucht. Eier, wenn möglich weiße, weil sie die Farben besser annehmen. Rote Rohnen oder Rotkohl für rosafarbene und rötliche Eier; Schalen der gelben Zwiebel oder Kamillenblüten für einen gelblichen Farbton; Spinat oder Brennessel fürs zarte Frühlingsgrün; Holunder- oder Heidelbeeren (auch als Saft) für Blautöne. Mit Kaffee kann man Eier braun färben.  

Eine Nacht im Farbbad

Ostereier im Farbbad Foto: Ed Wohlfahrt
Ostereier eine Nacht im Farbbad Foto: Ed Wohlfahrt

10Und so geht’s: Die Eier zuvor mit Essigwasser reinigen, dann hält die Farbe besser. Hartkochen und beiseite stellen. Dann einen Farbsud ansetzen: Trockene Rohprodukte wie etwa die Zwiebelschalen zuvor ein paar Stunden einweichen. Dann die Rohprodukte klein schneiden oder hacken, jeweils eine großzügige Menge eines Produkts in einen eigenen Topf geben, knapp mit Wasser bedecken. Das Ganze wird dann gewissenhaft ausgekocht, gerne bis zu einer Stunde. So lässt sich die Farbe herauslocken. Danach den Sud abseihen, für mehr Farbintensität eventuell noch mit Pottasche (gibt’s im Backwarengeschäft) versetzen. Dann wird das Ei in dem Sud versenkt und am besten über Nacht darin schlafen gelegt. Am nächsten Morgen sollte es zart gefärbt wieder auftauchen. Nicht knallig-bunt, aber in dezenten Pastelltönen erfreuen die naturgefärbten Ostereier das Auge.  

In Kärnten ist es Brauch, gefärbte Eier mit einer Speckschwarte einzureiben, damit sie schön glänzen. So putzen sie die Osterjause gebührend auf. Bis sie dann halt selbst „verputzt“ werden. 

Quellenangaben
Johanna Wohlfahrt