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  • Christian Jäger vom Kammerhof und seine Familie haben sich ganz dem Anbau von Spargel verschrieben.

    Quelle: Kammerhof
  • Es ist wieder soweit: Im Lavanttal ist Spargelzeit.

  • Frischer Spargel aus dem Laventtal

  • Halb 10 im Lavanttal. Am Kammerhof herrscht reger Betrieb.

Christian Jäger vom Kammerhof und seine Familie haben sich ganz dem Anbau von Spargel verschrieben. Es ist wieder soweit: Im Lavanttal ist Spargelzeit. Frischer Spargel aus dem Laventtal Halb 10 im Lavanttal. Am Kammerhof herrscht reger Betrieb.

Spargel aus dem Lavanttal

Weiße und grüne Könige vom Feld

Anita Arneitz

Seit über 80 Jahren hat sich Familie Jäger vom Kammerhof ganz dem Anbau von Spargel verschrieben.

Halb 10 im Lavanttal. Am Kammerhof herrscht reger Betrieb: Normalerweise geht jeder, der in den neuen Verkaufsraum rein geht, mit einem voll gefüllten Sackerl oder einem Karton frischen Spargel raus. Aber heuer ist die Nachfrage groß, die fleißigen Helfer kommen kaum mit der Ernte nach. Seit sieben Uhr morgens sind sie am Feld, heben die Folie vom Damm, also dem Erdhaufen, in dem die edle Pflanze wächst, schieben mit der Hand die Erde beiseite und schneiden jede Stange einzeln ab.

Sonne bestimmt die Farbe

Die Folie spielt beim Spargelanbau zwei wichtige Rollen: Zum einen reguliert sie die Temperatur, indem die schwarze Seite wärmt und die weiße Seite kühlt. Zum anderen schützt sie den Spargel vor dem Licht. Bekommt der Spargel zu viel Sonne ab, verfärbt sich sein Köpfchen. Bis zu zehn Jahre bleibt die Spargelpflanze am Feld. Im Herbst sterben die oberirdischen Teile ab und die Wurzel geht in Winterruhe. Wenn das Wetter mitspielt treibt er im Frühjahr wieder aus und der Spross kann erneut geerntet werden – bei Familie Jäger ist das von 11. April bis 10./15. Juni. 

Lavanttaler Spargel Kammerhof, Familie Jäger

Frisch vom Feld

In der Hochsaison werden auf den über 20 Hektar Fläche an die tausend Kilo Spargel pro Tag geerntet. Diese kommen vom Feld direkt zum Waschen, Sortieren und Verpacken. Das Aussortieren in 16 verschiedene Kategorien (Solospargel, A, B, Spargelspitzen, Spargelköpfe, B-Spitzen, Krumme und Bruchspargel) übernimmt eine Maschine mit Kamera. Danach wird der Spargel mit Eis gekühlt, ausgeliefert oder ab Hof verkauft. Am liebsten kommen Hochwürden, Privatpersonen und Küchenchefs persönlich vorbei, um ihren Spargel abzuholen.

Rund um den Spargelkauf

Christian Jäger

Die Gastronomie legt dabei großen Wert auf ein perfektes Aussehen. Die verbogenen Stangen und der Bruchspargel haben aber eine genauso hohe Qualität und eignen sich perfekt für Suppe und Risotto, verrät Christian Jäger, der seit 2014 den Betrieb von seinem Onkel gepachtet hat.

Sein Tipp für den Spargelkauf: „Jeder Spargel quietscht, wenn er nass ist. Achten Sie lieber darauf, dass der Spargel nicht gebleicht ist und die Schnittenden nicht trocken sind.“

Am Kammerhof sind die Enden nass und naturbelassen. Es geht eben nichts über frischen Spargel vom Feld.

Buchtipp

Waltraud Jäger mit Buch

Geschichte, Wachstum, Ernte und Küche – einfach alles über den Spargel gibt es im Buch „Spargel zwischen Alpen und Adria“ von Waltraud Jäger und Norbert Janesch mit Rezepten von Ami Scabar und Sissy Sonnleitner, erschienen im Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 2014, ISBN 978-3-7084-0522-3, erhältlich im guten Buchhandel oder direkt im Hofladen.

Kammerhof
Familie Jäger
Adresse
Höfern 4 St. Andrä im Lavanttal 9433
Email
jaeger@spargel-lavanttal.at
Telefon
+43 4358 2259
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