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  • Döllacher Dorfwirtshaus

    Foto: Lea Friessner
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Krapfen in den Hohen Tauern

Döllacher Dorfwirtshaus

 

Dort wo die Nudel Krapfen heißen: Im Mölltal erinnert sich Wirt Hubert Ziervogel in seinem Hotelchen an seine Kindheit in einem der ältesten Gasthäuser Kärntens und serviert traditionelle Samstags-und Sonntagskrapfen. 

Mitten im Nationalpark Hohe Tauern, einem der größten Naturschutzgebiete Mitteleuropas, liegt das kleine Dörfchen Döllach auf rund 1024m Seehöhe: Ein Wanderparadies in der Region Großglockner, umgeben von drei imposanten Alpentälern, begrenzt von der Sonnblickgruppe im Westen und der Schobergruppe im Osten. Wir sind heute aber nicht zum Wandern hier zwischen den vielen 3000er Gipfeln, sondern dem „Geschmack der Kindheit“ auf der Spur. Im idyllischen Dorfzentrum, direkt neben der spätgotischen Andreaskirche, finden wir eines der ältesten Gasthäuser Kärntens, das „Döllacher Dorfwirtshaus“: Charmante Fassade, „500 Jahre Gastlichkeit“, schöne Blumen im schattigen Gastgarten, erste Zeichen von Detailverliebtheit und Weltoffenheit. 

Hotelchen mit Charme und Tradition

Döllacher Dorfwirtshaus Foto: Lea Friessner
Döllacher Dorfwirtshaus Foto: Lea Friessner

Auch im Inneren des 550 Jahre alten Gasthauses setzt sich das liebliche Konzept fort: Bei der Rezeption des „Hotelchens“, wie sie ihr Haus aufgrund der „nur“ 25 Zimmer nennen, gibt es selbstgemachte Marillenmarmelade, Ketchup und Heumilchseife, Marke: „Frau Wirtin“. Im schattigen Garten sitzen einige Gäste, die urige Gaststube bleibt wegen des sonnigen Wetters uns vorbehalten. Die vielseitige Speisekarte zeigt: Hier wird alpine Küche lustvoll mit mediterranen Einflüssen verfeinert, Tradition trifft auf eine Prise Innovation und auch Vegetarier und Veganer finden kreative Angebote. Mit Röstiburger vom Tauernhirsch, Knoblauchhendln vom Haberzettlhof oder Almgröstl mit Glocknerlamm laden die Ziervogels zum bewussten Genuss ein: Kindergerichte findet man auf der Karte nicht, wohl aber den Hinweis, dass alle Gerichte in halber Größe bestellt werden können. Sogar als (Mittel)Kärntner sind uns einige Begriffe nicht geläufig, Hubert Ziervogel lacht:

„Ich schreibe gerne die Karte im Dialekt, weil die Leute sich dann genau informieren und daraus schöne Gespräche entstehen.“

Die Kärntner Kasnudel heißen hier zum Beispiel Schottenkrapfen.

Samstagskrapfen und Sonntagskrapfen

Döllacher Dorfwirtshaus Foto: Lea Friessner

Den „Geschmack der Kindheit“ verbinden die Ziervogels mit der Großmutter des Hauses:

„Jeden Samstag Nachmittag hat meine Oma Krapfen gemacht, die sie in Salzwasser gekocht hat“

erzählt der Wirt.

„Nach dem Essen wurden wir gebadet. Am Sonntag nach dem traditionellen Kirchenbesuch gab es dann die angebratenen Krapfen zum Frühstück, für die Kinder mit Kakao oder Milch, für die Erwachsenen mit Kaffee.“ Inzwischen macht Wirtin Katja Ziervogel die Krapfen, „sonst hätten wir ja nicht heiraten können“ schmunzelt der Wirt:

„In Kärnten gibt es ja diese Redensart: Wer net krendeln kånn, der kriagt kan Månn“.

Den Kindern und mir schmecken die Krapfen ausgezeichnet, sowohl in der klassischen gekochten Variante, also auch zu Sonntagskrapfen in der Pfanne angebraten. 

Frische und Qualität aus der Region

Döllacher Dorfwirtshaus Foto: Lea Friessner
Katja und Hubert Ziervogel, Döllacher Dorfwirtshaus Foto: Lea Friessner

Der Topfen kommt von den Almbauern aus der Umgebung, die Minze aus dem eigenen Garten, und auch sonst ist dem Döllacher Dorfwirt die Hochwertigkeit der verwendeten Produkte ein besonderes Anliegen:

„Wir setzen auf Frische und Qualität aus der Region, verwenden keine Geschmacksverstärker, sogar unser Ketchup stellen wir selbst her“

erzählt der Wirt. Das Wildfleisch kommt aus der eigenen Jagd, in die Ziervogel seine Gäste auf Wunsch auch gerne mitnimmt. Und auch sonst verwendet er als „Kärntner Genusswirt“ ausschließlich hochwertige, gesunde Produkte aus der Region in seinem kleinen Paradies etwas abseits des Trubels der Glockner Hochalpenstrasse. 

Was das Besondere am Mölltal ist?

Döllacher Dorfwirtshaus Foto: Lea Friessner

Hubert Ziervogel lacht: „Ich hab mal einen schönen Spruch gehört:

"Das Mölltal ist weit weg vom Schuss, aber verdammt nah am Paradies“. 

 

 

Döllacher Dorfwirtshaus Öffnungszeiten:
Warme Küche von 11:30 bis 20:30 Uhr Dienstag Ruhetag

 

Text und Bilder: Lea Friessner

Döllacher Dorfwirtshaus
Herr Hubert Ziervogel
Adresse
Döllach 79 Döllach 9843 Großkirchheim
Email
ziervogel@doellach.at
Telefon
+43 4825 210
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