• Im Mai eröffnet: Das Trippelgut

    Foto: Sabine Weyrer Quelle: Kärnten Werbung
  • Im Mai eröffnet: Das Trippelgut

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  • Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zu den Karawanken

    Foto: Sabine Weyrer Quelle: Kärnten Werbung
  • Lieblich ist die Landschaft hier

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  • Weitblicke genießen

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Im Mai eröffnet: Das Trippelgut Im Mai eröffnet: Das Trippelgut Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zu den Karawanken Lieblich ist die Landschaft hier Weitblicke genießen

Das Trippelgut

Einer der loszog, um sein Ding durchzuziehen

Das Trippelgut ist Triple A! Denn hier bekommt man erstens alles, was das Wein- und Kulinarik-Schlemmerherz begehrt, zweitens legt der Betrieb in jeder Hinsicht Wert auf Authentizität und drittens ist der Ausblick über Kärnten außergewöhnlich. Eilig sollte man es bei einem Besuch daher besser nicht haben, denn solche Genussmomente brauchen Zeit.


Niko Trippel ist einer, der loszog, um sein Ding durchzuziehen. Als ausgebildeter Koch/Kellner verschlug es ihn alsbald auf ein Kreuzfahrtschiff, wo er seine erste Berufserfahrung sammelte. Und vielleicht würde er noch heute an den großen Häfen der Welt anlegen, wäre da nicht ein Anruf von Großvater Karl Migglautsch gewesen, der ihn schlussendlich in die Heimat zurückbrachte, wo die Familie daraufhin die 23 Hektar große Landwirtschaft des Großvaters in Briefelsdorf übernahm und erste Weinreben pflanzte. Wie sich diese entwickeln, davon kann man sich seit Mai ein genaues Bild machen. Denn seitdem ist es geöffnet: Das Trippelgut. Ein Gutsbetrieb mit einem 7,4 Hektar großen Weingarten – dem zweitgrößten Kärntens – sowie einem exzellenten Genuss-Restaurant und Hotelbetrieb mit 14 Schlafgut Zimmern.
   

Die heiligen Hallen

Neun verschiedene Weinsorten baut Niko Trippel an Foto: Sabine Weyrer
Im Weinshop kann man sich nach Herzenslust eindecken Foto: Sabine Weyrer
Im Winzerzimmer stimmt das Ambiente für Verkostungen Foto: Sabine Weyrer

Für den Wein ist kein geringerer als der Fachmann selbst zuständig. Nach Absolvierung der Weinbauschule in Silberberg übernahm er 2012 die Weinbauflächen. Drei Weinlinien werden seitdem aus neun Hauptsorten produziert: Alpenwein, Privat und AndaS. Handelt es sich beim ersten um leichte, trinkfreudige Weine – sehr zu empfehlen ist hier ein Glas vom Sommerwein Oachkatzl, ein Gemischter Satz aus Weissburgunder, Sauvignon Blanc und Gelber Muskateller – geht die Privat-Linie schon in die kräftigere Note und AndaS ist eben anders. „Natürlich anders“ besser gesagt, dabei handelt es sich um naturbelassene komplexe Weine mit einer langen Maischestandzeit und kaum Einsatz von Schwefel.

Hier will ich sehen, was die Weingärten können, daher beeinflusse ich bewusst wenig,

...erklärt Niko. All sein Wissen steckt auch in den heiligen Verarbeitungs-Hallen, wo die Weine gekeltert werden. Um dort einen Blick hinein werfen zu können, nimmt man am besten an einer Schauweinkellerführung inkl. Weinverkostung teil. Auch ein ideales Schlechtwetterprogramm, wie Niko meint. Diese finden immer von Donnerstag bis Montag um 15.30 Uhr statt, Voranmeldung braucht es keine. Nach einem Rundgang werden drei Weinproben im stilechten Winzerzimmer gereicht und wer möchte, kann sich dazu auch gleich einen Weinbegleitungsteller bestellen mit speziellen kulinarischen Spezialitäten von den umliegenden Bauernhöfen.

Womit wir auch schon beim Thema Essgut wären.

Reservieren - auch unter der Woche - ist ein gut gemeinter Tipp Foto: Sabine Weyrer
Hell und lichtdurchflutet präsentiert sich das Restaurant Foto: Sabine Weyrer
Die Terrasse bietet einen tollen Blick auf Kärnten Foto: Sabine Weyrer
Marinierte gemischte Tomaten mit gebackenen Weickäse und Limetten-Basilikumsauce Foto: Sabine Weyrer
Casarecce von Giusepe Nocera Foto: Sabine Weyrer
Gegrillte Schweinemedaillons in Stroganoffsauce mit Butterspätzle und gemischen Gemüse Foto: Sabine Weyrer

Auch hier zieht die Familie strikt ihr Ding durch: Die Produkte stammen ausschließlich aus dem Kärntner Kulturkreis, auf der Karte finden sich maximal fünf bis zehn Positionen pro Gang, welche saisonal wechseln. Küchenchef Florian Hobitsch versteht es, sich bei den Speisen auf das Wesentliche zu konzentrieren, traditionellen Gerichten wie einem Schmorbraten auch mal zwölf Stunden Zeit zu geben und einen Saibling von Markus Payr modern zu interpretieren. Dass das mit den Produkten aus dem Kärntner Kulturkreis nicht nur salopp daher gesagt ist, merkt man an der Karte auch schon daran, dass gewisse Produzenten gleich namentlich vermerkt sind. Das liest sich dann so:

Casarecce von Giuseppe Nocera aus Gnesau mit rahmigen Schwammerl, jungem Spinat und Kirschtomaten.

Ja und dieser besagte Giuseppe versteht sein Handwerk, wie beim Hauptgang schnell genussvoll klar wird. Während man auf der aussichtsreichen Terrasse einen Gang um den nächsten gelassen genießt, kann man sich nebenbei ganz unaufgefordert auch die ein oder andere Weinprobe gönnen, die Niko gerne zum Gericht empfiehlt und von der man, wenn es denn mundet, gleich ein Glaserl oder zwei nachbestellen darf. Falls gerade jemand grübelt, keine Sorge: Es mundet. Und wie.

Trippelgut goes New York

Versuchungen sollte man hier definitiv nachgeben Foto: Sabine Weyrer

Für die eigenen vier Wände kann man sich zum Glück im Weinshop eindecken. Insgesamt werden 60 Restaurants und Hotelbetriebe mit Trippel-Weinen beliefert, sogar nach New York und Singapur gehen die edlen Tropfen mittlerweile. Auf die Frage, was denn der passionierte Winzer schlussendlich selbst für einen Wein am liebsten trinkt, heißt es leicht verschmitzt:

Das kommt ganz auf den Moment drauf an.

Gut so, denn schlussendlich ist wohl alles gut hier am Trippelgut, egal wo man sich gerade aufhält: Am Essgut, Weingut, Naturgut, Seminargut, Feiergut oder womöglich sogar am Hochzeitsgut.

 

Weinverkostung am Trippelgut

Die kleine Schauweinkellerführung inkl. Weinverkostung findet von Do bis Mo tgl. um 15.30 Uhr statt. Preis: € 7. Anmeldung nicht erforderlich. Eine größere, private Führung mit dem Kellermeister inkl. Jause gibt es gerne nach Voranmeldung.

PS: Wer sich jetzt schon die ganze Geschichte über fragt, warum ausgerechnet ein „Oachkatzl“ (Eichhörnchen) zum Betriebslogo auserkoren wurde, darf sich nun zum Kreis der Eingeweihten zählen: Nikos Großvater hatte nämlich als Hoflogo bereits dieses flinke Nagetier und es war mitunter eine Bedingung, dass zumindest ein Symbol von seinem Schaffen hier am Trippelgut weiter bestehen bleiben kann. Schöne Geschichte, nicht?

Am besten gleich selbst erzählen lassen, beim nächsten Besuch.

 

Text und Bilder: Sabine Weyrer

Trippelgut
Adresse
Hubertusweg 4 Feldkirchen 9560
Email
info@trippelgut.at
Telefon
+43(0)4276/93080
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