• Benediktinermarkt

    Foto: Edward Gröger Quelle: Edward Gröger Benediktinermarkt
  • Foto: Lea Friessner Quelle: Kärnten Werbung
  • Foto: Lea Friessner Quelle: Kärnten Werbung
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Benediktinermarkt Die breite Auswahl dient als Inspirationsquelle für den eigenen Kochtopf Das Bio-Brot vom Sonnenhof Ratheiser hat sich erneut die goldene Genusskrone verdient.  Auch Blumen sind am Markt heiß begehrt. Die Tipps der Gärtnerinnen helfen bei der richtigen Pflege

Vielfalt verkosten

Ein Streifzug durch Kärntens Bauernmärkte

0Die kulinarische Vielfalt Kärntens zeigt sich nirgends so authentisch wie auf den vielen Bauernmärkten des Landes. Hier trifft man auf Bäuerinnen und Bauern, die ihre eigenen Produkte anbieten: Originale Kärntner Schmankerl - regional und nachhaltig. Auch viele der Bauern sind echte „Kärntner Originale“.

„Wollt’s ein wirklich gutes Brot kosten?“ fragt uns ein sympathischer Landwirt am Klagenfurter Benediktinermarkt und hält uns eine Kostprobe - inklusive schneller Erklärung von ausgewähltem Getreide und Zubereitungsart - vor die Nase. Er hat Recht. Sein Brot schmeckt köstlich. Vor uns singt der „Zirbenpeter“ Gstanzln und bewirbt damit seine hochwertigen Zirbenprodukte aus den Nockbergen. Als Sonnenschutz trägt er ein großes Krautblatt am Kopf, ein älteres Paar bleibt schmunzelnd bei seinem Stand stehen.

 

 

Einkaufen in der Region: Am Markt bestimmen Kärntens Bauern die Auswahl

Vom alltäglichen Lebensmittelbedarf bis zu raffinierten Veredelungen kann man auf Kärntens Bauernmärkten alles erwerben, was das kulinarische Herz begehrt, aber auch Blumen, Gemüsepflanzen, Körbe und Handwerkskunst werden angeboten. Die Wertschöpfung liegt hier direkt bei den Bauern und Produzenten, die vielen Informationen und den einen oder anderen Kärntner Schmäh gibt’s gratis dazu.

Hier am Markt kann man Gespräche mit Edelbrandherstellern führen, die erzählen wie sie ihren ersten Schnaps gebrannt haben, oder sich mit Landwirten über die heurigen Erfolge beim Obst- und Gemüseanbau austauschen, originale Rezepte erfahren und echte „Kärntner Schmankerl“ zuerst verkosten - und dann erwerben. Tipps zur besten Lagerung und Zubereitung inklusive. 

Von der „Kärntner Laxn“ bis zum Enzianschnaps

„Jeder Standler hier hat Qualität, die Kunden sind zufrieden und kommen wieder“ sagt eine Landwirtin am Benediktinermarkt, die ihre Fischspezialitäten von der „Kärntner Laxn“ im Herzen Klagenfurts anbietet:

Wir haben sehr kritische Kunden, da hätte jemand ohne Qualität gar keine Chance.

Käse aus den Kärntner Bergen, Fleisch- und Fischspezialitäten, eine köstliche Auswahl an regionalen Mehlspeisen und Gebäck, Öle, Schnäpse, Most, Säfte und natürlich alles an Obst und Gemüse, was saisonal in den Kärntner Gärten und auf den Äckern im Süden wächst: „echte“, regionale Lebensmittel als Inspiration für die eigene Küche. 

Benediktiner Markt: Treffpunkt im Herzen Klagenfurts

Die beiden großen Städte Kärntens haben ein besonders dichtes Angebot: Am Klagenfurter Benediktinermarkt kann man überhaupt jeden Tag gustieren und kosten. Stadtbekannte Lokale wie der „Stand 17“, die „Kochwerkstatt“ und „Bei Rudi’s“ sind täglich gut besuchte Treffpunkte in der Mittagspause und haben einen klaren Vorteil: Sie holen sich ihre Lebensmittel größtenteils vor der Haustüre am Markt. An den Markttagen – donnerstags und samstags - kommen auch die vielen Standler mit ihren frischen Waren dazu. Am Freitag Vormittag findet der bekannte Bio-Markt in der benachbarten Kaufmanngasse statt: Hier laden die Biobauern aus der Umgebung zur Verkostung ihrer Produkte.

Gustieren in der romantischen Draustadt 

In der Draustadt findet der Bio-Markt freitags von 10.30 Uhr – 17.00 Uhr statt, parallel dazu der „Alpen-Adria Genussmarkt“ in der Widmanngasse.

Die Villacher Markthalle hat während der Markttage am Mittwoch und am Samstag geöffnet, der Markt am Burgplatz - direkt an der Drau - überzeugt durch ein breites Angebot und familiäres Flair.

Auch in Villach sind die Märkte ein beliebter Treffpunkt zum Gustieren und Kennenlernen. „Ich kaufe jede Woche hier ein, weil mir die Leute so sympathisch sind. Und ich weiß woher die Produkte kommen, die ich kaufe“ sagt eine junge Villacherin. Sie hat sich gerade durch das vielfältige Käsesortiment einer Bergkäserei gekostet: „Obwohl ich schon so lange hier einkaufe, finde ich immer wieder Produkte, die ich noch nicht kenne“.

Alpen-Adria Kulinarik aus Kärnten, Friaul und Slowenien

Auch die Kulinarik der Nachbarländer wird an den Märkten von den Produzenten selbst angeboten: die Menschen stehen Schlange für Cantuccini (Mandelkekse), Mortadella, Olivenöl und Antipasti. Bleder Cremeschnitten und Gibanica (traditionelles, herzhaftes oder süßes Blätterteiggebäck aus Slowenien) werden neben dem Kärntner Sasaka (Verhackert), dem süßen Reindling und natürlich den Kärntner Nudeln in allen Variationen angeboten.

Bauernmärkte im ganzen Land: Regionale Vielfalt hautnah erleben

Kärnten zum Anfassen, zum Kosten und Kennenlernen: Neben den großen Städten gibt es eine Vielzahl an regionalen Märkten in den unterschiedlichen Gegenden Kärntens, eine Übersicht über das dichte Angebot gibt es hier.

Jeder Markt ist besonders, viele haben Dorffestcharakter: Eine Tour durch Kärntens Bauernmärkte macht es möglich, die Vielfalt und Eigenheiten der Regionen, ihrer Bauern und Bewohner - auch kulinarisch - kennenzulernen.