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Seltene Spezialitäten

Taverne Nepomuk

Peter Just

Auszeit vom Alltag in einem kleinen Paradies: Die Taverne Nepomuk in St. Margareten im Rosental ist für ihre Flusskrebse bekannt. Sie werden in Sichtweite des Gastgartens gefangen.

Wenn Alltag und Hektik weit weg sind, bleibt die Zeit zwar nicht stehen, aber sie scheint langsamer zu fließen - wie das Blütenblatt, das gerade vom Baum zu Boden schwebt. Das Leben ist in diesen magischen Momenten gemütlich wie der zottelige Hofhund, dem sein Platz in der Sonne zu warm geworden ist und der bedächtig in den Schatten trottet. Genussvoll wie der Kater, der unter dem Gartenstuhl schnurrt. Und fröhlich wie die Gänse, die gerade über die Wiese watscheln.  

Wir haben in einer Idylle mit Aussicht Platz genommen: im Garten der Taverne Nepomuk in Trieblach bei St. Margareten im Rosental. Sie liegt mitten im sanften Hügelland zwischen dem Grün des Rosentals und den schroffen Bergen der Karawanken. Rundherum Natur pur - und mittendrin ein Stück Geschichte. Anno 1504 wurde das Anwesen zum ersten Mal urkundlich erwähnt, erzählt uns Wirtin Anette Weckerlein. Aus dieser Zeit stammt auch das mit Holzschindeln gedeckte Gebäude mit seinem mächtigen Natursteingewölbe, das nun die Taverne beherbergt. Es diente früher als Stall und wurde von der heutigen Besitzerfamilie mit viel Liebe zum ursprünglichen Detail renoviert. 2005 eröffnete man das Restaurant.

Die Größe (besser gesagt: die minimalen Ausmaße) der Küche, in die wir ebenfalls einen Blick werfen dürfen, ist Programm: Klasse statt Masse. Die Karte ist klein, aber fein und ein "Best of" des Dreiländerecks Kärnten, Slowenien und Italien. Gemüse, Kräuter und Salate stammen aus dem eigenen Bio-Anbau. Das Fleisch bezieht man bei heimischen Bauern, das Wild bei den Jägern der Region. Und die Flusskrebse werden in Sichtweite des Gastgartens frisch in der Drau gefangen. Wäre der Fischer nicht so gemütlich veranlagt, könnte er sie zu Fuß liefern. 

Die Flusskrebse sind eine seltene Spezialität des mit einer Gault Millau-Haube ausgezeichneten Restaurants. Kenner aus ganz Österreich pilgern zur Taverne Nepomuk, um sie als kräftige Suppe, mit Tagliatelle oder als Hauptgang gekocht zu genießen. Geheimtipps sind außerdem das Carpaccio Cipriano und die Schokotorte, flüstert uns ein freundlicher Herr vom Nebentisch zu. Er scheint öfter hier einzukehren, zeigt auf die Statue des Heiligen Nepomuk, die der Taverne den Namen gegeben hat, und lacht: "Das ist übrigens der Patron der Brücken und der Verschwiegenheit." 

Wer wiederkommen will, sollte allerdings - zumindest den Wirtsleuten gegenüber - nicht verschwiegen sein: Reservieren wird unbedingt empfohlen.

Kontakt: 
Taverne Nepomuk
Anette Weckerlein
Trieblach 4
9173 St. Margareten im Rosental

 

Öffnungszeiten: individuell und flexibel (auch deshalb sollte man reservieren)

Tel. +43 4226 22481 oder +43 664 2605514

Web: www.taverne-nepomuk.com