• Foto: Bernhard Quelle: Kärnten Werbung
  • Foto: Franz Gerd Quelle: Kärnten Werbung
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Köchin zeigt Bub das Krendln. Drei Kärntner Kaenudel appetitlich mit Schnittlauchröllchen und Tomate angerichtet. Eine Reihe ungekochter Kärntner Kaesnudel angerichtet auf einem rustikalen Holzbrett.

Krendeln

Kulinarische Verschlusssache

Ed Wohlfahrt

Eine junge Frau, die nicht krendeln kann, kriegt keinen Mann. So einfach ist das. Zumindest dann, wenn man einer alten Kärntner Volksweisheit glauben will. Aber im Ernst. Es gibt Feinschmecker, die allergrößten Wert darauf legen, dass nur kunstvoll mit Hand verschlossene, also gekrendelte Kärntner Nudeln, auf ihren Tellern landen.

Und hier wird aus der Art, wie die gefüllten Teigtaschen verschlossen werden, schnell mal eine Glaubensfrage. Den Nudeln einen schönen Rand zu verpassen, hat neben der richtigen Konsistenz des Teiges vor allem mit Fingerfertigkeit und Erfahrung zu tun. So verwundert kaum, dass das Krendeln häufig von der Mutter an die Tochter weitergegeben, also beinahe schon vererbt wird. Und so wird das Nudelmachen inklusive Krendeln dann wirklich zur familiären Verschlusssache im wahrsten Sinn des Wortes.