• Foto: Michael Seyer Quelle: Kärnten Werbung
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  • Foto: Tine Steinthaler Quelle: Kärnten Werbung
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Holzbrett mit fein aufgeschnittenen Kärntner Schinkenspeck, Käse usw. Umfangreiche Kärntner Jause auf Holzbrett. Fein aufgeschnittener Schinkenspeck ansprechend angerichtet mit Kapern und Käse. Ein Kind nimmt sich mit der Hand ein Stück Kärntner Speck.

Gailtaler Speck

Schon Santonino liebte Gailtaler Speck

Elisabeth Tschernitz-Berger

Der Sekretär des Bischofs von Aquiläa, Paolo Santonino, war wohl der erste Gourmet, der im 15.Jahrhundert in seinen Tagebüchern seine kulinarischen Erlebnisse verewigte – quasi ein früher Gourmet-Tester.

Besonders angetan war er vom Gailtaler Speck, den er während der ausgedehnten Reisen von Süden nach Norden kosten durfte. Diese historische Erwähnung des Gailtaler Specks war mit ein Grund für die EU, der Kärntner Spezialität die geschützte Ursprungsbezeichnung zu verleihen.
 Man sagt auch, es sei die Luft, die den Speck zu einer herausragenden Spezialität macht. Die milden, salzigen Winde, die von Süden her über die Gailtaler Alpen fegen und die Luftfeuchtigkeit im Gailtal auf konstante 70 Prozent halten, lassen den Speck so richtig schön reifen.

Veranstaltung:

Gailtaler Speckfest am 1. Juniwochende in Hermagor.

Wenn einer der 17 Produzenten, Hans Steinwender, von der Gailtaler Spezialität spricht, kommt er ins Schwärmen: „So eine Qualität gibt es nirgends.“ Die feste Konsistenz kommt von der Fütterung der Kärntner Markenschweine, die verwöhnt mit Mais und Gerste, mindestens 140 Kilogramm auf die Waage bringen müssen, um specktauglich zu werden. Die apettitliche rote Farbe, die das schneeweiße Fett durchzieht wie Adern, sind ebenfalls sein Markenzeichen. Zart im Biss, leicht würzig und mild salzig ist er ein echter Zungenschmeichler. Die Produzenten müssen sich Qualitätskriterien und mehrfachen Kontrollen unterziehen. Die Echtheit des Specks erkennt man an einer Plombe: rot von gewerblichen Produzenten, grün, von Bauernhand gemacht.