• Slow Food Travel Gasthof Grünwald

    Foto: Wolfgang Hummer Quelle: Gasthof Grünwald
  • Nockberge Kärntner Laxn

    Foto: Johannes Puch Quelle: Kärnten Werbung
  • Gailtaler Almkäse

    Foto: Daniel Gollner
  • Slow Food Travel Lesachtaler Brot Lanner Oma

    Foto: Wolfgang Hummer
  • Kärntner Reindling

    Foto: Franz Gerdl Quelle: Kärnten Werbung
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9 Speisen, die man in Kärnten unbedingt probieren sollte

Sabine Weyrer

4Nudeln, die einem weit mehr übers Heiraten erzählen, als man erahnen kann und Brot, welches mittlerweile selbst in Japan ein echter kulinarischer Geheimtipp ist. Neugierig geworden? Dann haben wir hier noch weitere Schmankerl, denn die folgenden Top Neun der Alpen Adria Küche Kärntens sollte man sich unbedingt auf der Zunge zergehen lassen.



1. Ja, ich will: Kärntner Kasnudel

Slow Food Travel Kärntner Käsnudel Grünwald Foto: Wolfgang Hummer
Slow Food Travel Gasthof Grünwald Foto: Wolfgang Hummer
Kärntner Käsnudel Foto: Franz Gerdl

Schon mal ein Nudelgericht probiert, welches über mögliche Hochzeitspläne Auskunft gibt? „A Madl, des net krendeln konn, des kriagt kann Monn“, heißt es auf nämlich auf gut kärntnerisch. Unter Krendeln versteht man die Kunst, den Teigrand der faustgroßen Nudeltaschen so zu verschließen, dass der typisch gewellte Rand entsteht. Bei der Fülle sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, der Klassiker besteht aus einer Topfen-Erdäpfel Fülle. Wer in der Genusswerkstatt von Sissy und Stefanie Sonnleitner in Kötschach Mauthen einkehrt, darf beim Krendlkurs auch gleich die eigene Heiratsfähigkeit testen und sich ein Hochzeitszertifikat ausstellen lassen.


2. Fangfrisch aus dem Wasser: Die Kärntner Låxn

Nockberge Kärntner Laxn Foto: Johannes Puch

Was schwimmt da und hat Punkte? Kärnten ist das Land der Seen, Bäche und Flüsse und kann daher mit hochwertigen Fischspezialitäten punkten. Eine davon ist die Kärntner Låxn, eine spezielle Art der Seeforelle, die man an ihren auffälligen schwarzen Tupfen erkennt. Das langsame Aufwachsen in den klaren, naturreinen Gewässern garantiert dabei eine hervorragende Fleischqualität. Verkosten kann man die traditionell zubereitete Låxn am besten bei herzlichen Gastgebern auf deren Seeterrassen wie etwa im Hotel Die Forelle am Weissensee oder beim jährlichen Fischfest in Feld am See

3. Sasaka, der Geschmack der Alpen-Adria-Küche

Hausgemachtes Vollkornbrot mit Sasaka Foto: Carletto Fotography

Ebenfalls ein Klassiker und aus der Alpen Adria Küche Kärntens nicht mehr wegzudenken ist Sasaka, ein würziger Aufstrich mit feinstem, geräucherten Schweinespeck und feinen Gewürzen. Auf Vollkornbrot serviert ist es eine köstliche Traditionsspeise und wird im Sommer auch gerne in den örtlichen Buschenschänken auf der Brettljause oder als eigene Speise angeboten. Ein Rezept zum Nachmachen gibt es hier.

4. Kirchtagszeit ist Suppenzeit: Gelbe Suppe

„Kein Villacher Kirchtag ohne Kirchtagssuppe, so will es das Gesetz“, könnte es in Kärnten fast lauten. Denn die sogenannten „Gelbe Suppe“ ist als Festtagssuppe von der Speisekarte nicht mehr wegzudenken und mit köstlichen Zutaten bestückt. Dreierlei Sorten Fleisch, Gemüse und Gewürze werden gekocht, mit Sauerrahm gebunden und mit Gewürzen verfeinert. Der Safran ist dabei für die gelbe Farbe zuständig. Wer die Gelbe Suppe am Villacher Kirchtag verkosten möchte, sollte sich den Zeitraum vom 31. Juli bis 7. August somit schon jetzt im Kalender rot anstreichen.

5. Würziger Gailtaler Almkäse

Gailtaler Almkäse Foto: Daniel Gollner

Aus feinster Rohmilch erzeugt wird der Gailtaler Almkäse. Dieses EU-geschützte Spitzenprodukt hat im Gailtal eine lange Tradition und wer sich auf die Spuren der Käseproduktion begeben will, sollte den „Gailtaler Käserundwanderweg“ ausgiebig erkunden. Dieser führt die Genießer von einer der insgesamt 14 Almsennereien zur anderen. Eine wahrliche Genusstour auf Schritt und Tritt mitten in der unverfälschten Berglandschaft der Gailtaler Almen.


6. Gesundes Glocknerlamm

Lammkrone mit Crempolenta Foto: Carletto Photography

Im Oberen Mölltal werden seit Jahrhunderten Lämmer gehalten, da sich diese Tierart für die steilen Almen und Berghänge bestens eignet. Die Mölltaler Schafbauern legen viel Wert auf das Wohlbefinden ihrer Tiere und das schmeckt man auch. Verkosten kann man das Glocknerlamm, welches zu den gesündesten Fleischsorten zählt, bei einem 0-Kilometer Menü von den Hochgenuss-Wirten der Region und beim Glocknerlammfest vom 9. bis 11. September. Und für den Genuss zu Hause gibt es hier ein passendes Rezept: Lammkronen in der Brösel Kräuterkruste

7. Frischgebackenes Lesachtaler Brot

Slow Food Travel Lesachtaler Brot Lanner Oma Foto: Wolfgang Hummer

Ein Brot wurde von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erkoren. Und von Kärnten aus bereits nach Japan exportiert. Glauben sie nicht? Stimmt aber. Die Rede ist vom Lesachtaler Brot. Es sind die vielen Komponenten, die verschiedenen Rezepte und das große Wissen, welche die Besonderheit des Lesachtaler Brotes ausmachen. Entlang des Mühlenwanderweges in Maria Luggau kann man den Werdegang vom Korn zum Brot erleben an einem Brotbackkurs teilenehmen und viel über die Lebensweise der Lesachtaler Bauern erfahren. Frischgebackene Brotlaibe gibt es anschließend im Lesachtaler Bauernladen zu kaufen.

8. Der Alleskönner: Jauntaler Had’n

Der Hadn ist fertig Foto: Lea Friessner

In Südosten Kärntens wurde eine Pionierpflanze wiederentdeckt. Die Rede ist vom Had’n. Und man wäre ja nicht in Kärnten, würden sich die heimischen Produzenten nicht allerlei köstliche Speisen und Rezepte mit dem Buchweizen ausdenken. So gibt es mittlerweile Had’n-Sterz, Had’n-Torte, Had’n-Reis, Had’n-Chips, ja sogar Had’n-Bier und Had’n-Likör kann man probieren. Am besten bei einer geführten Genusstour durch die Region.

9. Darf’s zum Abschluss noch etwas Süßes sein?

Kärntner Reindling Foto: Franz Gerdl

Süß, süßer, Kärntner Reindling. Dieses traditionelle Kärntner Gebäck wird original in der Rein (Reindl) gebacken, woher auch der Name stammt. Gefüllt mit Rosinen hat der Reindling das ganze Jahr über Saison, in der Osterzeit reicht man ihn besonders gerne zur Jause in Kombination mit Schinken und Kren. Bestrichen mit gefüllter Butter ist er ein wahrer Klassiker der Kärntner Küche, den man am besten in einer der zahlreichen Bäckereien des Landes verkostet.