• Bio-Käsehof Zankl

    Foto: Daniel Gollner Quelle: Bio-Käsehof Zankl
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Bio-Käsehof Zankl
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Bio-Käsehof Zankl
Bio-Käsehof Zankl
Bio-Käsehof Zankl

30 Jahre Bio-Landwirtschaft im Kreislauf der Natur.

Stefan Heinisch

Als Bio-Hof war er einer der ersten Kärntens. Die Familie Zankl erzeugt auf der Beletage der Region drei Sorten Qualitätskäse und beliefert das obere Gailtal. Die Qualität von Barbara Zankls Camembert hat das hochbegehrte Produkt darüber hinaus auf die familieninterne Bestsellerliste gebracht. Und mit Lukas und Thomas macht sich schon die nächste Generation bereit.

Die Zankls lebten gut, wirklich gut. Hubert hatte einen sicheren Job bei der Kärntner Landwirtschaftskammer, seine Frau Barbara war Lehrerin. Alles krisensicher, glaubt man. Doch dann sollte der Hof in Stollwitz (oberhalb von Dellach im Gailtal) übernommen werden und so standen die beiden vor einer Lebensentscheidung. Ganz oder gar nicht, war und ist das Motto der Familie, die vor 25 Jahren ihr Ticket für ein Leben als „Vollbauern“ lösten und es seither keinen einzigen Tag bereuen. „Wir können auf unserem kleinen Bergbauernhof mit 10 Kühen sehr gut leben. Allerdings war uns von Anfang an klar, dass wir die Milch veredeln müssen“, erklärt Hubert Zankl den Umstand, dass man in seiner Landwirtschaftsgröße von der Milchlieferung alleine nicht existieren kann. Daraufhin gründeten die Zankls eine kleine Käserei, die von Beginn an so gut lief, dass die beiden für den Verkauf auch nie einen Bauernmarkt besuchen mussten. Es herrscht Direktvertrieb an Händler, Privatpersonen und regionale Gaststätten und Hotels. Die Warteliste für ihre Käseerzeugnisse ist stets gut besucht. Somit ist der Käsehof ein besonders gutes Beispiel, das zeigt, wie man aus wenig, sehr viel mehr machen kann.


Wir schauen, dass die Kuh eine ordentliche Lebensleistung hat“

Bio-Käsehof Zankl
Foto: Daniel Gollner
Bio-Käsehof Zankl
Foto: Daniel Gollner
Bio-Käsehof Zankl
Foto: Daniel Gollner
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Foto: Daniel Gollner

Für Hubert Zankl bedeutet Vollbauer zu sein, sich voll auf den Beruf zu konzentrieren und die Landwirtschaft eben nicht nur nebenbei zu machen, „denn das ginge auf die Substanz und wäre auch keine Motivation für die nächste Generation“, erklärt der Bio-Bauer und Slowfood-Fan seinen persönlichen Antrieb. Im Kreislauf der Natur zu wirtschaften, ist Hubert Zankl wichtig. Die Kühe stehen hier Tag und Nacht auf der Weide und holen sich selbst, was sie brauchen. Also auch das Futter. Eine saisonale Abkalbung (Anmerkung: alle Kühe kalben zum gleichen Zeitpunkt) verschafft der fleißigen Familie eine hochverdiente zweimonatige Melkpause im Dezember und Jänner, in der natürlich dann auch die Käseproduktion still steht. Die Milch aus Gras bildet aus wirtschaftlicher, als auch aus gesundheitlicher Sicht einen idealen Rohstoff, um Qualitätskäse herzustellen. Ein sorgfältiger Reifeprozess versteht sich von selbst.


Hart-, Schnitt- und Weichkäse – Arbeitsteilung zwischen Vater, Mutter und Sohn.

Die Zankls konzentrieren ihr Handwerk wohlüberlegt auf drei Produkte. Der Hartkäse ist Huberts Passion. Ein Laib wiegt zwischen 15 und 16 Kilogramm und sollte schon zwischen 3 und 4 Monaten reifen. Um den rotschmierigen Schnittkäse, hier oben auch Hofkäse genannt, kümmert sich Sohn Lukas, der irgendwann mal die Käserei und den Hof weiterführen wird. Sein Bruder Thomas studiert derzeit zwar noch in Spanien, könnte aber zukünftig dazu stoßen, wenn die Betriebsübergabe am Hof nach den jungen ruft. Ihre Mutter, Barbara Zankl, formt seit mittlerweile 15 Jahren den hofeigenen Camembert, der ihr schier aus der Hand gerissen wird, wie Hubert stolz anmerkt. Generell hätten sich ihre Käseerzeugnisse sehr schnell etabliert. Eine wichtige Anerkennung, die auch Sicherheit für kommende Entscheidungen bringt. Denn in naher Zukunft werden auch finanzielle Investitionen notwendig, um die kleine Käserei weiterhin zukunfts- und ertragsfähig zu halten.

TIPP: 24.-25. Sep. 2016

21. Käse-Festival in Kötschach-Mauthen mit heimischen und internationalen Käseproduzenten aus dem Alpe-Adria-Raum.


Gegenwärtig ist Hubert aber voll mit dem Aufbau eines regionalen Slowfood-Netzwerks beschäftigt. Er selbst ist Kassier der ARGE Slowfood Travel, die gemeinsam mit Produzenten und Vermarktern aus dem Gail- und Lesachtal und der Kärnten Werbung betrieben wird. Gut, sauber und fair gilt für ihn als Motivation für den Umgang mit Tieren, Mitarbeitern und Produkten. Diesem Gedanken hat er sich voll und ganz verschrieben. Gemeinsam mit seinen Partnern möchte er für die Saison 2016 bereits mehrere Tourismusbetriebe überzeugen, ihren Gästen ein einheitliches Slowfood-Frühstück anzubieten. Als erster Qualitätsbeweis einer Region, die noch sehr viel vorhat.


Bio-Käsehof Zankl
Adresse
Stollwitz 3 Dellach im Gailtal 9635
Email
kaesehof@aon.at
Telefon
+43 4718 565
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